Liegedreirad HP Velotechnik Gekko fx

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2014-02-18: Eigentlich hatte ich mich ja aus einem völlig anderen Grund im Liegeradforum angemeldet, ich wollte kein Geld dort ausgeben, sondern eher welches einnehmen. Das Roll-Tech Cochem sollte weg und ich wollte es zu diesem Zweck in mehreren Gebrauchtmärkten anbieten. Statt eine Verkaufsanzeige schalten zu können, fand ich ein Gekko fx, also die faltbare Form des HP Gekko…

Faltbar war zwar eigentlich keine der von mir zur Bedingung gemachten Optionen bei dem gewünschten neuen Dreirad gewesen, aber schaden würde sie auf keinen Fall. Ich hatte mich auch keineswegs auf das Gekko eingeschossen gehabt, verschiedene andere Modelle waren ebenfalls interessant gewesen.

Ursprünglich hätte es ein Modell mit zwei Hinterrädern (Delta Bauweise) werden sollen. Vom Hase Kettwiesel war ich zunächst sehr angetan, aber mit Differential und ein paar weiteren sinnvollen Komponenten wurde es sehr schnell recht teuer. Da der Umwerfer einer Kettenschaltung zwischen den Hinterrädern extrem tief und ungeschützt hängt, kam eigentlich nur die Rohloff Speedhub Nabe in Frage. Oha, viel Geld! Außerdem kannte ich ja die Probleme mit dem Durchrutschen eines Hinterrades, bei dem dann zwangsläufig das andere Hinterrad keine Kraft mehr übertragen kann. Ich hatte dieses Problem in der Schweiz auf einem steilen Schotter-/Splitweg und in Ettlingen auf Kies und im Matsch. Na gut, vielleicht auch nicht gerade der Haupteinsatzort dieser Gattung Fahrrad, aber eben doch ein gelegentlicher.

So landete ich beim Sinner Comfort, das statt eines Differentials einen doppelten Freilauf hat. So werden beide Räder unabhängig voneinander angetrieben und wenn eins keinen Grip mehr hat, schiebt eben das andere weiter. Sehr geile Idee, für meinen Geschmack echt prima. Aber auch hier das Problem mit dem tiefen Umwerfer zwischen den Hinterrädern. Trotzdem, ich empfand es unlogisch, von drei Rädern nur eines anzutreiben, also hatte ich mich ziemlich auf die beiden Hinterräder eingeschossen. Ein Versuch von André, mich zu bekehren, wurde von mir im Ansatz platt gemacht.

Aber bei der Suche nach weiteren Alternativen zum Sinner stolperte ich irgendwann über einen Bericht über die Fahrt mit einem Tadpole Trike (also 1 Hinterrad und 2 Vorderräder) zum Südpol. Also schienen die Dinger ja doch mehr oder weniger winter- und schlechtwegegeeignet zu sein. So beschloss ich, meine Ausschau auf ICE Adventure, HP Scorpion fx, fs20, fs26 und HP Gekko oder Gekko fx auszudehnen. Ich versuchte mir über Händler, Ersatzteilversorgung und Belastungsgrenzen ein Bild zu machen, wobei am Ende eigentlich nur noch das Gekko fx übrig blieb. Die Einklappbarkeit des Hinterrades empfand ich einfach als saupraktisch und der Neupreis ließ ein paar Extras zu. Federung brauche ich nicht unbedingt, hatte mir beim Cochem auch nicht gefehlt. Im Spätsommer wollte ich mir nach einer Probefahrt ein neues Gekko fx bauen lassen. Doch dann kam das Forum und ein gebrauchtes Gekko war greifbar… 😀

Bezahlt und verpackt ist es schon…

2014-02-20: Sehr geil verpackt, wie ich bemerken möchte. Klar, so eine Spedition bekommt unter gewissen Voraussetzungen alles kaputt, aber in der Kiste ist das Rad auf jeden Fall deutlich besser geschützt, als wenn es nur in Luftpolsterfolie eingewickelt und mit Karton umschlagen wäre. Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf Weihnachten… 😀

Es ist angekommen!

2014-02-28: Gestern am frühen Nachmittag war es so weit, die Spedition klopfte am Fenster und brachte mir die große Holzkiste, auf die ich mich schon etwa eine Woche lang freute. Man hatte sie wohl auch gut behandelt, jedenfalls war sie unversehrt. Ich schraubte die gefühlt 100 Spaxschrauben aus dem Deckel. Die Sonne schien und es war eine ganze Weile lang im T-Shirt auszuhalten. Als der Deckel ab war und ich sehen konnte, dass a) in der Kiste das war, was ich erwartet hatte und b) der Inhalt ebenfalls so war, wie ich mir das erhofft hatte, ging ich wieder rein und schaute den angefangenen Film weiter, kam ja schließlich auf eine Stunde jetzt auch nicht mehr an… 😀

Eine Weile später -der Film war immer noch nicht fertig- musste ich aber dann doch wieder raus. Ich hatte mich per Youtube mit der Klappmechanik vertraut gemacht, zog nun das Liegerad aus der Kiste und klappte es in Fahrposition. Der Schnellspanner am Sitz ist verbogen, da hatte wohl jemand den Sitz in einer zu steilen Postition zu verriegeln versucht. Oha, das fängt ja prima an. Weitere erwähnenswerte Schäden fielen mir aber nicht auf, puh.

Jetzt galt es, den Scheinwerfer irgendwie zu befestigen und die Pedale so einzurichten, dass ich auch mit den Füßen dran kam. Der Vorbesitzer des Rades ist etwas größer als ich und der Erstbesitzer hatte bei der Bestellung bei HP Velotechnik auf das Extra der Rahmenschnellverstellung verzichtet. Na gut, muss eben die Kette etwas gekürzt werden, damit kann ich leben. Aber zuerst der Scheinwerfer, der baumelte nämlich lose am Kabel herum, weil ich den Windschild, an dem er vormals montiert gewesen war, nicht mit gekauft hatte. Mein Nichtschwager und ich zogen los zum nächstgelegenen Fahrradhändler, dem Fahrradhaus Szelinski hier in Meldorf, gerade zwei Ecken weg von hier. Wir erklärten ihm das Vorhaben mittels Worten, Fotos und Messdaten des Rohrs. Am Ende war es die Schelle einer Sattelstütze, die wir als einzig vermutlich passendes Bauteil angeboten bekamen. Eine extralange Schraube mit Scheibe, Zahnscheibe und Stopmutter dazu, war ich wieder frohen Mutes. Die Montage des Scheinwerfers war nach 5 Minuten abgehandelt.

Die Kettenkürzung dauerte etwas länger. Der Ausleger des Tretlagers hatte ziemlich bald die richtige Einstellung, aber durch die Führungsrohre der Kette war deren Handling nicht gerade besser als bei offen laufenden Ketten. Ich öffnete das Kettenschloss und es kam wie es kommen musste, -schwupps-, war die Kette im Rohr verschwunden. *grummel* Ich schob sie unter dem Sitz wieder nach vorne, legte sie auf das große Kettenblatt auf und zog das andere Ende von unten her bei. Auch dieses Ende kam auf das Kettenblatt. Laut Anleitungen im Netz sollte man die Kette auf den größten Zahnrädern aufgelegt zusammen ziehen, bis sie so steht, dass man sie nach dem Kürzen wieder mit einem Kettenschloss verbinden könnte. Dann gibt man ein komplettes Glied an Länge wieder dazu, trennt die Kette dort und verbindet sie wieder mit dem Kettenschloss. So machte ich es und so scheint es auch gut zu funktionieren. Jedenfalls suggerierte mir das die erste erfolgreiche Probefahrt.

Als ich dann ins Auto umzog, juckte es richtig in den Füßen und ich setzte nochmals eine kleine Probefahrt an. Über den Parkplatz von Edeka und hin zu Kik, wo das Leuchttransparent noch eingeschaltet war und mir die Suche nach einem Klappergeräusch ermöglichte. Schnell war es gefunden, ein Kleiner Stift am großen Kettenrad steht nach außen hin weg und schliff am Kettenschutz. Ich bog das dünne Blech etwas auf die Seite und schon war Ruhe. Weiter. Zur Unterführung, die Meldorfer Flachland-Serpentinen testen. Wer auch immer diese Fahrradführung unter der Bahnlinie durch konzipiert hat, fährt höchst wahrscheinlich nicht selber Fahrrad. In diesem engen Gang sollen Fahrräder aus beiden Richtungen Platz finden. Frech. Fußgänger haben eine dreimal so breite Treppe zur Verfügung. Wenn die Rampe von einem Fahrrad mit Fahrradanhänger -oder gar einem Rollstuhl- genutzt wird, sehe ich mit dem entgegenkommenden Fahrradverkehr schwarz. Aber gut, ich war ja alleine und dafür reicht der Platz allemal, wenn auch in den Kehren nicht gerade üppig. Die andere Seite wieder hoch, die Schaltung funktioniert tadellos. Die Tretkurbeln kommen mir sehr lang vor, aber wahrscheinlich auch nur deswegen, weil ich seit einem Jahr nur noch auf dem Cochem gefahren war, dort sind die Kurbeln nämlich verhältnismäßig kurz. Auch die Übersetzung in den hohen Gängen kommt mir derzeit etwas kurz geraden vor, ich kann mir derzeit den Sinn der beiden kleineren Kettenblätter vorne garnicht so recht erklären. Gut, die Serpentinen sind wirklich sehr flach, Berge sind etwas anderes. Dafür könnte man hier in der Ebene viel schneller fahren, wenn die Übersetzung noch ein kleines Stück länger wäre. Ach, egal, jetzt mache ich mir mal weniger Gedanken über das, was man später immer noch ändern kann, und fahre das Gekko erst mal. Es ist auf jeden Fall um Welten sportlicher als das Cochem, darauf kam es mir ja letztendlich an.

GPS und Tacho

2014-03-04: Ich war heute wieder etwas am Dreirad beschäftigt, mangels Teilen für das alte eben doch wieder am Gekko. Aber vor dem Wochenende muss ich ans Cochem dran, das will nämlich probegefahren werden.

Den Halter für das Magellan hatte ich gestern schon mal ans Gekko gefrickelt und danach eine kurze Runde durch Meldorf durch getestet. Heute kam der Tacho an und wollte ebenfalls montiert werden.Natürlich musste ich dazu erst mal das GPS wieder abmachen und etwas weiter vor setzen, sonst konnte ich den Tacho nämlich nicht sehen. Navi wieder dran, Tachohalter um 90° gedreht und auch mit Kabelbindern auf das Rahmenrohr. Das war ja einfach. Jetzt der Radsensor. Nicht ganz so einfach, wenn man keine Standardgabel hat, an der man den Sensor befestigen könnte. Es blieb also nur, am Hinterrad oder eben an einem der Vorderräder irgendwas zu frickeln. Die Schutzblechhalter der Vorderräder boten sich am ehesten an. Aber der Abstand zwischen Sensor und Speichen war zu groß, ich brauchte eine Zischenlage. Verzweifelt durchsuchte ich alles mögliche im Haus und auch im Wagen, fand aber nichts, das sich irgendwie auch nur entfernt angeboten hätte. Also hörte ich erst mal etwas Musik im Düdo (Lied 1 und Lied 2), das hatte ich schon ein paar Tage lang vor gehabt – und mit Musik geht alles besser… 😉

Als der Kopf wieder frei gepustet und trotzdem keine wirklich tolle Lösung für mein Tachoproblem in Sicht war, fragte ich meine gesetzlich geregelte Nichtschwester. “Fimo”, war die ebenso kurze wie bestechend einfache Antwort. Fimo Soft ist eine Art Knetmasse von Staedtler (ehemals von Eberhard Faber), die man durch Backen (30 Minuten bei 110°C) aushärten lassen kann. Ja wie geil ist das denn!? Aber mir wurde nicht nur erzählt wie schön und interessant das Zeug ist, sondern ich bekam gleich eine kleine Kiste voll davon hingestellt. Sehr guter Service! Es waren ein paar Päckchen offen, ich entschied mich für das braune, weil es noch am unauffälligsten der ganzen offenen Farben war. Beim Weichkneten hatte ich irgendwie ein Déjà-vu, rauchte die Masse aber dann doch lieber nicht an. Stattdessen formte ich einen kleinen Quader, drückte den Tacho-Sensor rein und dann das gesamte Kunstwerk innen an den Schutzblechhalter. Ich ließ etwa 2mm Luft zwischen dem Sensor und dem Magneten. Lieber zu wenig als zu viel, schließlich kann ich den Magneten an der Speiche ja noch etwas vom Sensor weg drehen. So weit so gut. Nun kam mein Gebilde in den Backofen. Nach dem Auskühlen versuchte ich mein Glück – und der Sensor passte!

Jetzt kam etwas Doppelklebeband (das etwas schaumige von 3M) auf den Kneteklotz und Selbiger mit dem Sensor bestückt ins Schutzblech. Mit dem kleinen Gummiring fixierte ich das ganze. Es folgte ein Kabelbinder, sicher ist sicher sicherer. Jetzt muss ich nur noch die Kabelbinder kürzen und das Kabel etwas verstecken, dann kann ich das Thema Tacho abhaken.

Weiterhin habe ich heute den Lenker mittig und die Griffe näher zum Körper hin ausgerichtet. Das Tretlager hatte minimale Seitenneigung gehabt und die Pedale mussten ein kleines Stückchen näher zu mir rücken, ebenfalls erledigt. Heute gibt es aber keine Probefahrt, morgen soll nämlich das Wetter viel schöner sein als heute… 😀

Fahne und Packtasche

2014-03-05: Für das Gekko kamen heute die orange Fahne und die Gepäckträgertasche, beides habe ich probemontiert. Die Tasche ist okay und gefällt mir super, weil man sie um zwei kleinere Taschen erweitern kann, die in den seitlichen Fächern fest angebracht sind. Man kann also entweder die kleinen Fächer nutzen oder sie zu Taschen umfunktionieren.
Die Fahne ist ziemlich steif und da sie zur Montage an der Hinterradnabe eines Kinderfahrrads gedacht ist, auch zu lang. Ist ja nur GFK, lässt sich also bestimmt problemlos kürzen. Nur über die Länge bin ich mir noch nicht so recht im Klaren. Mal sehen was sich ergibt. Auf alle Fälle wird die orange Fahne einer gelben mit Reflektorrändern weichen – sofern meine gesetzlich geregelte Nichtschwester die Näharbeiten übernimmt. Eine leichte Warnweste als Rohstoff habe ich noch gefunden…

Spiegel und Anhängersteckdose

2014-03-12: Mit einem dünnen Benzinschlauch als Adapter auf der Druckluftpistole füllte ich noch die Reifen des Gekko auf. Es folgten die Spiegel, für deren Montage ich die linke Seite des Lenkers vorübergehend von den Schalt- und Bremshebeln befreien musste, um den bisherigen Spiegelhalter zu entfernen. Ich schnitt die Enden der Griffgummis ab und montierte die Spiegelhalter in den Lenkerenden. Sitzprobe – ich kann nach hinten schauen, wie geil! Heute war auch die Steckdose für die Stromversorgung des Fahrradanhänger-Rücklichts gekommen, ich montierte aber nur noch die Dose, auf das Umfrickeln der gesamten Fahrradbeleuchtung hatte ich dann doch keinen Elan mehr.

Neue Fahne

2014-03-15: Der billige orange PVC-Wimpel hatte sich bei meiner Tour nach Hochdonn aufzulösen begonnen. Egal, besonders toll hatte ich ihn ja sowieso nie gefunden. Nun suchte ich nach einem Ersatz, wollte aber so wenig wie möglich dafür ausgeben. Ich fand verschiedene Fahnen, die zwar nicht gerade für den Zweck der Kenntlichmachung niedrig gebauter Fahrzeuge gedacht waren, aber diesen Zweck mehr oder weniger gut erfüllen würden. Richtig gut gefielen mir die Bikeflags von Traumvelo, aber -deutsche Produktion hin oder her- deren Traumpreise war ich nicht zu zahlen bereit.

Ich hatte noch eine gelbe Warnweste übrig, sie war ein Werbegeschenk der DEKRA gewesen. Meine Schwester steuerte leihweise ihre Nähmaschine bei und hatte sogar noch neongelbes Garn. Sehr geil! Nun bekam ich einen Nähkurs für Einsteiger und baute mir dabei einen Wimpel für das Gekko zusammen. Probesitzen – passt. Schön auffällig ist er und sieht auch nicht mehr ganz so nach Kinderfahrrad aus. Jetzt sah dafür der rote Fetzen des Leopet Anhängers aber so richtig popelig aus. Sowieso schon viel zu niedrig und zu klein, die Farbe auch eher nicht warnend. Zum Glück war noch etwas Warnweste da und das Nähen mit der Maschine machte richtig Spaß. Die Dreieckform bot sich für ihn nicht an, die Fahnenstange steht nahezu senkrecht hoch und die Weste gab freiwillig eher ein Rechteck her. So entstand in Abwesenheit meiner Schwester eine weitere Fahne, ebenfalls mit Reflektorstreifen und Tagesleuchtfarbe. Sehr schön.

Gekko Kapuzen-Pullover

2014-03-17 – Normalerweise mag ich Hoodies nicht, mich stört so eine Kapuze da hinten dran mehr als sie mir nützt. Aber ich wollte trotzdem schon länger einen Kapuzenpullover haben, weil sie eben auch ihre gemütlichen Seiten haben, gerade wenn es draußen Schmuddelwetter hat. Nun kam aber eins zum anderen und ich orderte daher nicht nur einen blauen Hoodie, sondern auch reflektierende Textil-Flexfolie für den Schneideplotter. Ich erstellte mir ein Liegerad-Piktogramm nach einer Vorlage mit einem Gekko und kreuzte sie mit einem Gekko Schriftzug. Auf die Ärmel plottete ich die Internetadresse von HP Velotechnik und als krönender Abschluss kam noch mein Logo in den Nacken…

Wetterschutzplane

2014-04-09 – Das Dreirad hatte nun schon eine Weile hier im Regen gestanden, was mir sehr leid darum tat. Es ist einfach zu teuer um zu vergammeln. Anders beim Leopet Anhänger, um dessen Gesundheit ich mir eher durch die chinesische Verarbeitungsqualität Sorgen machte. So bestellte ich Persenningstoff und passenden Zwirn, dazu noch Schrägband in Kunstlederoptik. Leider schaffte es die kleine Nähmaschine nicht zu nähen. Ich wäre nicht ich, wenn ich mir das nicht zum Anlass gemacht hätte, mir endlich meine eigene Nähmaschine zuzulegen. So kam eine alte Pfaff 332 Automatic her, die ich zuerst auch noch instandsetzen musste. Danach nähte sie aber den Verdeckstoff ohne Schwierigkeiten. Am 6.4. war die Gelegenheit günstig, weil meine Schwester mir das Haus „in Pflege“ gegeben hatte und selber nicht anwesend war. So wanderte das Gekko in die gute Stube, wo ich bequem Stück für Stück messen, zuschneiden und nähen konnte. Die Nacht wurde zum Tag und ich legte einen regelrechten Marathon hin. Nach dem Dreirad kam der Hundeanhänger an die Reihe. Es war auch noch silberne Nylon-Flexfolie für den Schneideplotter da gewesen, so kamen noch Schriftzüge und Logos auf die Planen. Abschließend noch das Schrägband. 3 Tage und Nächte ließen mir die Planen keine Ruhe, doch dann war es vollbracht und ich zufrieden.

Anhängerverzurrung

2014-04-17 – Das Gekko muss reisefertig im Anhänger verstaut werden. Muss keine Dauerlösung sein, nur funktionieren und schnell und einfach zu realisieren sein. Eine Öse war schon im Boden, ein kurzes Balkenstück war noch da und schon passte alles. Nicht perfekt geworden, funktioniert aber, Plansoll erfüllt. 😉

GPS-Halter und Scheinwerfer

2014-05-08 – Das GPS ist jetzt mit einem Rohrbogen (Billig-Lenkerhorn mit Doppelschellen 😀 ) in meinen Sichtbereich versetzt. Bei der Gelegenheit änderte ich auch gleich mal den Halter des Scheinwerfers. Es hatte mich genervt dass er sich durch das Gewicht der Plane immer verstellt hatte. Das sollte jetzt kein Problem mehr sein – und sieht auch noch besser aus! 🙂

Schläuche mit Autoventilen

2014-06-13 – Hab eben die drei Räder nacheinander ausgebaut und die Schläuche mit den französischen Ventilen gegen welche mit Autoventilen getauscht. Die Schläuche lagen schon eine Weile hier herum und ich hatte bisher nur Schiss vor dem Ausbau der Räder gehabt. Okay, vor dem Aufbohren der Ventillöcher auch. War am Ende aber alles halb so wild. Beim Ausbau des Hinterrades habe ich gemerkt, dass ich das kleinste Ritzel überhaupt nicht schalten kann. Somit hatte ich die ganze Zeit wohl eher so etwas wie ein 21-Gang Dreirad. Der schnellste Gang wird es bestimmt zu einer Rennmaschine machen… 😉

Morgen mal die Schaltung nachschauen. Der vordere Umwerfer ist ja auch kaum bedienbar, man möchte beim Schalten in die größeren Gruppen am liebsten eine Rohrzange zuhilfe nehmen. Dabei auch gleich mal hinten die Einstellung fixen, bin echt gespannt…

Schaltung passt nicht

2014-06-14 – Wie geplant war ich heute mit der Schaltung beschäftigt. Einzustellen gab es da aber nicht so richtig was, eher passt irgendwas schon von vornherein nicht. 🙁

Das Problem ist, dass die Kette in den größten Ritzeln noch um 1 Glied gekürzt werden könnte, das aber in den kleinsten Ritzeln nicht ausreicht, dass das Schaltwerk die Kette auch stramm halten würde. Vielmehr lummelt die dann sehr unmotiviert herum und das Schaltwerk ist komplett zusammengeklappt.

Beim Googeln fand ich dann den Begriff der Kapazität. Das ist der Bereich von beiden kleinsten zu beiden größten Zahnrädern, die das Schaltwerk spannen können muss. Ich habe eine 8er Ritzelcassette mit 11-32 Zähnen und ein 3-fach Kettenblatt mit 30-52 Zähnen. Die Rechnung sieht dann so aus:

32-11 + 52-30 = 21 + 22 = 43

Das verbaute Schaltwerk ist ein Sram DualDrive, also ein Schaltwerk für kombinierte Nabenschaltung mit Ritzelcassette. Beim DualDrive ist vorne kein Mehrfachkettenblatt montiert, die 3 Gruppen werden durch die Nabenschaltung am Hinterrad geschaltet. Somit ist das Schaltwerk auch nur für das Schalten der Cassette ausgelegt, hat einen kurzen Käfig (75mm) und ist mit einer Kapazität von 23 angegeben. Tolle Wurst! Mann, was für ein Fuck ist das denn schon wieder!? Keine Ahnung was da wer gepfuscht oder geschummelt hat, ich bin jedenfalls angepisst.

Weg ist es wieder…

2017-05-13 – Weil das Gekko dauernd auf dem Beifahrersitz mitfahren musste und mir dort die Sicht nach rechts erschwerte, sickerte irgendwann die Erkenntnis durch, dass das Ding für mich einfach zu sperrig ist. Das Kettler Alu-Rad packe ich ohne Hemmungen auf den Fahrradträger auf der Anhängerkupplung, aber das Gekko wäre mir dafür einfach zu schade gewesen. Viel gefahren bin ich es ja nicht gerade, eigentlich stand es die meiste Zeit nur herum. Aber was solls, es war nicht mein erstes „ungewöhnliches“ Fahrrad und es wird garantiert auch nicht das letzte gewesen sein. Denn eins muss ich mal ganz klar feststellen: Auf einem „normalen“ Fahrrad tut mir sehr schnell mein Hintern ganz schön weh…

5 Kommentare zu “Liegedreirad HP Velotechnik Gekko fx

  1. Hallo Petsi
    Wie zufrieden bist du mit dem Gekko?
    Ich will mir auch eins zulegen um damit über die Nordbahntrasse zur Arbeit zu fahren.
    Wie ist denn das fahren ohne Federung für den Rücken?
    Toller Blog übrigens,ich lese regelmäßig mit 🙂
    Gruß Herbert

    • Moin Herbert!
      Schön dass Dir der Blog gefällt. 🙂
      Ja, das Gekko, wo und wie fange ich da an… Es macht auf Straßen und ab einer gewissen Fahrbahnbreite einen wahnsinnigen Spaß. Hat was von Kartfahren, wegen der Seitenbeschleunigungskräfte, die man bei keinem einspurigen Fahrzeug merkt. Leider gibt es manchmal Fahrradwege, die aus schmalen Betonplatten zusammengesetzt sind und gelegentlich ist das Gekko breiter als die Platten. Dann fährt man zwangsläufig mit einem Vorderrad im Grün -oder Braun-, was nicht nur anstrengender ist, sondern durch die einseitige Rüttelei echt nerven kann.
      Für Steigungen auf Split, Schotter oder gar unbefestigtem Untergrund ist es ein riesiger Nachteil, dass nur 1 Rad angetrieben wird und dieses auch nur wenig Gewichtsbelastung -und dadurch Traktion- hat. Ich hatte mich ja vorher für ein Sinner Comfort interessiert, bei dem beide Hinterräder durch Freiläufe angetrieben werden, das wäre für diesen Fall besser geeignet. Das Differential an meinem vorherigen Dreirad brachte das selbe Problem mit sich, es drehte öfters mal ein Rad ins Leere, obwohl ich praktisch auf den Hinterrädern saß. Nun gut, ich bin ja nicht wirklich oft in den Bergen unterwegs und Geländeritte mache ich für gewöhnlich auch nicht mit dem Gekko.
      Die nicht vorhandene Federung stört mich eigentlich überhaupt nicht, man sitzt in einem stoffbespannten Rahmengestell, also einer „Schale“ zwischen den Rädern und wird auf Kopfsteinpflaster zwar etwas durchgerüttelt, bekommt aber keine derben Schläge ab. Schlecht abgesenkte Bordsteinkanten oder derbe Schlaglöcher sollte man möglichst meiden oder langsam überqueren. Wenn Federung, dann ist sie sicher nur sinnvoll, wenn alle Räder gefedert sind, aber Erfahrungswerte habe ich da ehrlich gesagt keine, meine beiden Dreiräder waren ungefedert. Vielleicht hast Du die Möglichkeit, bei Dir in der Gegend mal ein paar Probefahrten zu machen, evtl. mieten oder über ein Forum von Privat mal beide Varianten testen.
      Viele Grüße! Stephan

      • Gruß Moin Petsi
        Danke für deine Erfahrungen.
        Ich werde Ende Februar mal auf die Messe in Essen fahren, da bin ich auch schonmal eins gefahren.
        Stimmt,das Fahrgefühl ist wie ein Gokart 😉
        Gruß Herbert & viel Erfolg beim 814er Projekt

  2. Hi Petsi!
    GROSSES Lob für dein Erstlingswerk „Schietwetterüberzüge“. Hast du beeindruckend gut hingekriegt!!! Da ich vom Fach bin, kann ich das beurteilen. 😉
    Viel Erfolg und genausoviel Durchhaltewillen bei allen weiteren Projekten!
    LG, Ingrid von den Oscarlottas

    • Moin Ingrid! Vielen Dank für das Lob, das tut immer gut. Die Näherei hat aber auch echt wahnsinnig Spaß gemacht. Somit stand dann auch fest, dass die Nähmaschine auf jeden Fall mit ins neue Mobil einziehen muss.
      Das ist dann auch gleich wieder der aktuelle wunde Punkt, denn noch immer hat mein Großprojekt nicht mal den Beginn eines Wohnkoffers. Dafür brauche ich jetzt echt nochmal etwas Durchhaltevermögen, bzw. erst mal Startvermögen…
      Viele Grüße!

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