Fahrradanhänger Leopet FAH18/2

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Welch klangvoller Name, „FAH18/2″… Hört sich an wie die offizielle DDR Bezeichnung eines Fahrradanhängers. Andererseits, was ist schon ein toller Name, wenn er mehr verspricht als der Anhänger selber dann halten kann. Dieses Problem hatte ich ja beim Doggyhut XXL gehabt, mit dessen Qualität ich ziemlich unglücklich war. Zum Glück hatte ich den nur ganze 2 Tage und konnte ihn problemlos zurückgeben.

Als Ersatz habe ich mir den Leopet bestellt, der gerade mal die Hälfte des Doggyhut kostet. Ich bin noch nicht so ganz von der Qualität der Kunststofffelgen überzeugt, muss eben erst mal die Lieferung abwarten. Andererseits waren die Drahtspeichenräder des Doggyhut auch keine Offenbarung, die Speichen locker und überhaupt alles – chinesisch eben. Wenn der Leopet nichts taugt, geht auch er wieder zurück zum Verkäufer…
Die Spannung steigt…

Nun ist er da

2014-03-14: Heute kam der Anhänger an, der andere wurde vom Paketdienst aber nicht mitgenommen. Sehr seltsam. Egal. Ausgepackt und zusammengebaut. Ist kleiner als der Doggyhut, aber das war ja schon klar gewesen. Zu falten ist der Doggyhut besser gewesen, weil man dessen Räder in der Bodenwanne verstauen konnte. Die Bodenwanne bestand allerdings aus gummiertem Gewebe, also nicht gerade vertrauenerweckend. Beim Leopet besteht der Boden aus einer umnähten Kunststoffplatte, die auf den Grundrahmen aus Vierkantmaterial aufgelegt wird. Auch zwischen den Rädern laufen nochmal 2 Streben durch. Die Felgen bestehen aus Kunststoff, machen aber einen soliden Eindruck. Die Reifen sind chinesischer Einheitskram, ich hatte aber auch schon mal schlechtere gesehen. Die Deichsel sitzt sehr stramm in ihrer Halterung und klappert auf diese Weise nicht. Mal sehen wie lange das so bleibt…

Anpassung

2014-03-15: Heute baute ich zuerst das Weber Anschlussstück an die Deichsel. Ich hätte sie um 10 cm kürzen müssen, damit der Anhänger mittig hinter dem Gekko her läuft. Leider fing die Biegung des Deichselrohrs schon viel früher an und ich schaffte gerade mal 6,5 cm. Selbst da musste ich schon etwas tricksen und nacharbeiten, damit ich den Anschluss überhaupt noch auf die Deichseln geschoben bekam. Na gut, ich kann es nicht ändern, läuft der ANhänger halt leicht links.

Die zum Anhänger mitgelieferte kleine rote Fahne erschien mir etwas popelig. Und da ich gerade eine Fahne für das Gekko gebastelt hatte und von dieser Aktion noch etwas Material übrig war, nähte ich eine etwas größere und knallig gelbe und stellenweise reflektierende neue Fahne zusammen.

Wetterschutzplane

2014-04-09 – Das Dreirad hatte nun schon eine Weile hier im Regen gestanden, was mir sehr leid darum tat. Es ist einfach zu teuer um zu vergammeln. Anders beim Leopet Anhänger, um dessen Gesundheit ich mir eher durch die chinesische Verarbeitungsqualität Sorgen machte. So bestellte ich Persenningstoff und passenden Zwirn, dazu noch Schrägband in Kunstlederoptik. Leider schaffte es die kleine Nähmaschine nicht zu nähen. Ich wäre nicht ich, wenn ich mir das nicht zum Anlass gemacht hätte, mir endlich meine eigene Nähmaschine zuzulegen. So kam eine alte Pfaff 332 Automatic her, die ich zuerst auch noch instandsetzen musste. Danach nähte sie aber den Verdeckstoff ohne Schwierigkeiten. Am 6.4. war die Gelegenheit günstig, weil meine Schwester mir das Haus „in Pflege“ gegeben hatte und selber nicht anwesend war. So wanderte das Gekko in die gute Stube, wo ich bequem Stück für Stück messen, zuschneiden und nähen konnte. Die Nacht wurde zum Tag und ich legte einen regelrechten Marathon hin. Nach dem Dreirad kam der Hundeanhänger an die Reihe. Es war auch noch silberne Nylon-Flexfolie für den Schneideplotter da gewesen, so kamen noch Schriftzüge und Logos auf die Planen. Abschließend noch das Schrägband. 3 Tage und Nächte ließen mir die Planen keine Ruhe, doch dann war es vollbracht und ich zufrieden.

Die Felgen sind Mist!

Zuerst war alles so weit okay mit den stabil wirkenden Nylonfelgen. Die Reifen saßen zwar mit etwas Spiel darauf, zentrierten sich aber durch das Aufpumpen. Irgendwann sprang aber einer der Reifen im Stand ab und sein Schlauch platzte. Ärgerlich. Unterwegs wäre das allerdings noch viel fieser gewesen. Ich bestellte neue Schäuche und andere Reifen, ich bin voll überzeugt von den Schwalbe Marathon. Doch auch die saßen sehr lose auf den Felgen. Meine Hoffnung war nun, dass die doch sehr steifen Marathon sich besser auf den Felgen halten würden. Diese Hoffnung starb einige Monate später, als beide Reifen abgesprungen und die Schläuche dick herausgequollen waren. Also Luft abgelassen und eingesehen, dass die Plastikfelgen nichts taugen. Eine endgültige Lösung habe ich noch nicht, aber von einem anderen Fahrradanhänger die Stahlfelgen und die Achse. Das sind auch 16 Zoll Felgen, ich könnte also die Mäntel und Schläuche übernehmen, müsste aber Grundlegendes am Anhänger ändern. Leider sind diese Felgen vom Schrott und schon stark korrodiert. Zudem stammen sie von einem chinesischen Kinderanhänger und ihre Qualität darf angezweifelt werden. Na gut, hat keine Priorität…

1 Kommentar zu “Fahrradanhänger Leopet FAH18/2

  1. Hallo, Ich fahre ein ähnliches Gespann (vorne ein Scorpion Fs 20) und hab auch schon so meine Er“fahr“ungen gemacht, allerdings habe ich noch nichts umgebaut sonder habe den Hänger „Stock“ hinten dran.

    Die Räder halten bei mir bislang erstaunlich gut – allerdings fahre ich auch mit recht geringem Druck damit unser Wauzi hinten drin noch ansatzweise so etwas wie „Federung“ hat.

    mit der Spiralfeder-Kupplung bin ich auch nicht wirklich zufrieden – Fühlt sich hinten immer an wie „Kaugummi“ und der Anhänger läuft auch etwas Versetzt (ca. 8cm zu weit Rechts) und jetzt im Winter hat sich die „Schutzfolie“ die ich eigentlich immer Unten habe weil ich sonst mit dem Hinterrad jede menge schmutz in den Hänger schaufle und unser wauz auch die Zugluft hasst, zerlegt (eingerissen) so das ich einen größeren Umbau vor mir habe …

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